Ich bin aus der Straßenbahn ausgestiegen

Vor sechs Monaten wurde ich bei einer kleinen auf Schuhe spezialisierten Firma angestellt. Ich habe mich darüber sehr gefreut, weil ich lange nach einer Arbeit gesucht habe. Mir hat damals wirklich das Geld gemangelt. Diesen Job habe ich dank der Hilfe meiner Tante erhalten, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Ich verdiene ganz gut und der Verdienst wird regelmäßig auf mein Konto überwiesen. Mein Chef ist ein nachsichtiger Mensch. Außerdem ist die Atmosphäre bei der Arbeit sehr gut. Alle sind sehr freundlich mir gegenüber. Es gibt nur ein Minus. Die Firma hat ihren Sitz in einem anderen Stadtviertel, so dass ich gezwungen bin, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, was ich hasse. Ich habe jedoch kein eigenes Auto. In die Arbeit fahre ich meist mit der Straßenbahn, die oft überfüllt ist. Außerdem bin ich dann gezwungen, Gespräche anderer Passagieren anzuhören, obwohl ich keinen Bock darauf habe. Am Freitag Nachmittag zum Beispiel habe ich dem Telefongespäch einer Frau zum Thema Marketingagentur Hannover gelauscht. Die Frau hat so laut geredet, dass es unmöglich war, nichts zu hören. Im Laufe von fünf Minuten hat sie ca. zehnmal die Worte Marketingagentur Hannover benutzt. Ich konnte das nicht ertragen, deshalb bin ich aus der Straßenbahn ausgestiegen.